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Garden of desires
Garten of desires
Photo Collage: Martyna Lorenc

Konzept: Martyna Lorenc
Performance: Martyna Lorenc & Andrea Maria Handler
Musik & Soundscape: Karol Kensy (Kensee)
Bühnenassistenz: Adriana Torres Topaga
Erst-Research, VARP 2013: Gaja Karolczak, Martyna Lorenc, Maria Zimpel
Mit speziellem Dank an frühere Mitwirkende: Ludmiła Kaczmarek, Gaja Karolczak, Claire Blake
 
Mit freundlicher Unterstützung von Land Oberösterreich, Linz Kultur, C.O.V./Rose Breuss, Life Long Burning (Wild Cards/DanceWEB), Lab On Stage, Anton Bruckner University Linz, 4Culture Association – WASP Bucharest, Art Stations Foundation Poznań (Old Brewery New Dance), Sense of Movement Foundation Poznań.

Garden of desires ist ein interdisziplinäres Wagnis, das sich durch die Mitwirkung der involvierten Personen aus unterschiedlichen Disziplinen entwickelt hat - performative Künste, Kognitionswissenschaft, Tanztheorie, Musik und Raumdesign. Teil der Inspiration und Methodologie stammt von einem früheren Research-Projekt, das am Schnittpunkt von Neurowissenschaft und Bewegungspraktiken ansetzt und sich Phantom-Sensationen zum Thema gemacht hat. Der Begriff „phantom“ beschrieb dabei einen konzeptuellen und metaphorischen Rahmen um mit speziellen Ebenen der Erfahrung zu arbeiten, die einerseits Überbleibsel und Spuren von Stimulationen sind als auch eine Beschreibung für versteckte, Kontext-abhängige Schichten dessen, was wahrnehmbar ist und sich manifestiert hat. 

Im Kreationsprozess von Garden of desires lag der Fokus auf einer performativen Untersuchung der Berührungspunkte körperlicher Empfindungen und der Phantasie als Ort an dem sich Dinge verweben, die für unsere Sinne präsent und ersichtlich sind.

Zentraler Punkt dieses Prozesses ist die Berührung und taktile Stimulation - in einer Vielfalt von Nuancen, wortwörtlich, gesprochen oder simuliert, und die möglichen Inhalte die sich vermeintlich in einer Person offenbaren, eine Empfindung, ein Vorstellungsbild, eine Erinnerung, eine Emotion, eine Umgebung, eine Erzählung. Die zelebrierte Kunst der Berührung ist nicht vorab durch eine bestimmte Intention festgelegt sondern choreographiert sich durch ihre grundlegende Neugierde in jedem einzelnen Moment. Alle Erfahrungen, sei es durch Stimulation, gegenwärtig, fiktiv, durch Vorstellungsbilder oder gesprochen, enthüllen mögliche Körper, die sich in einem physischen verbergen. Ein Körper, dessen Grenzen sich weit entfernt der Substanz befinden. Ein Körper, der seine propriozeptiv erfühlte Gestalt durch Berührung und Empfindungen in Alternativcharaktere verwandelt, phantastische Wesen manifestiert in Bewegung. Ein Körper, der sich durch die Symbolik, die er hervorruft, ausdehnt in andere Sphären und Universen.

 

Garden of desires - Pusch
FOTO: Bernhard Pusch

 


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